Question&Answer

Hier finden Sie Fragen von Kolleginnen, die diese bereits zu einem früheren Zeitpunkt an die aufgeführten Expertinnen gestellt haben. Sollte Ihre konkrete Frage und die dazugehörige Antwort nicht dabei sein, so stellen Sie diese bitte über das nachfolgende Feld. Sie erhalten dann umgehend Ihre Antwort von einer Expertin.


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    Eigene Frage stellen

    Christine Wernze

    Wir müssen gar nicht viel lernen, denn die Spielregeln sind so offensichtlich, dass wir eigentlich nur eins brauchen: den Mut, unsere guten, genau so wichtigen Fähigkeiten  und Gedanken dazu zu geben und zu vertreten. Überholte  Business-Regeln sollten wir laut und mit der nötigen Nachhaltigkeit auch mal in Frage stellen. Nur  im Zusammenspiel der Stärken von Männern und Frauen könnten wir sogar noch erfolgreicher werden.  

    Ein Beispiel: Noch immer werden wichtige geschäftliche Deals nicht selten abends an der Bar geschlossen. Wir sollten das wissen und mitspielen, wenn wir mitspielen wollen. 

     Ja, denn in den letzten Jahrzehnten hat sich viel getan. Aber noch immer existieren stereotype Rollenbilder.  Wenn eine Frau Karriere machen will, hört sie sehr schnell die Frage, wie sie Familie und Beruf unter einen Hut bekommen will. Männer werden das selten bis nie gefragt. Hinzu kommt: Oft werden erfolgreiche Frauen auch einfach nicht gemocht. Da gibt es noch viel zu tun. 

    Claudia Ahl

    Konflikte sind meist eine Folge von unklaren Aufgabenzuteilungen und daraus folgend unklare Rollenverteilung. Konflikte lassen sich meist gut dadurch lösen, dass sie zum einen angesprochen werden, zum anderen aber auch Strukturen, Prozesse und Abläufe klar definiert werden.

    Fluktuation ist eine Folge von Stress, schlechter Kommunikation und Druck durch unklare Strukturen. Regelmäßige Mitarbeitergespräche, Teammeetings auf Augenhöhe und eine offene Austauschkultur untereinander helfen Ihnen als Chefin mitzubekommen, wenn sich Konflikte anbahnen, die zur Kündigung führen können. So können Sie rechtzeitig reagieren.

    Häufig beschweren sich Praxisinhaber/innen darüber, dass die Mitarbeiter/innen nicht in die Verantwortung für ihre Aufgaben gehen. Bei näherer Betrachtung stellt sich jedoch heraus, dass die Aufgaben nicht klar delegiert worden sind und es immer eine Person im Team gibt (manchmal ist es die Chefin selbst😉), die sich selbstverständlich für alles verantwortlich fühlt- sozusagen „die gute Seele“. Spannend ist dann die Glaubenssätze und formellen und informellen Regeln der Praxis zu hinterfragen. Wer glaubt was er tun müßte und was ist kommumniziert worden?

    Ärzt/innen stehen im Spannungsfeld zwischen Heilung – also ihrer Mission – und der Führung ihres Teams. Damit haben sie immmer schon per se 2 Rollen, die sie bedienen müssen. Die Vorschriften des Gesundheitssystems schränken die Gesundheitsfürsorge finanziell und zeitlich für den Patienten zusätzlich ein, so dass die Ärzte in einem ständigen Wertekonflikt leben und es dafür keine vorgegebenen Lösungen gibt. Die einzige Möglichkeit ist hier, sich mit seiner eigenen Biografie, Motivation, seinen Glaubenssätzen und seinen persönlichen Zielen und Werten auseinanderzusetzen und die eigene Praxis zu reflektieren. Das kann auch bedeuten, unkonventionelle Wege zu gehen, sich mit Kolleg/innen auszutauschen, Kooperationen zu bilden oder auch, aus dem Gesundheitssystem auszusteigen.

    Daniela Lorbach

    Daniela Lorbach

    Der laufende Praxisbetrieb wird während der Implementierungsphase in keiner Weise beeinflusst. Die Implementierung eines kompletten QM-Systems dauert ca. 6 Monate. Während dieser Zeit gehen die Mitarbeiter Ihrer normalen Tätigkeit nach. Evtl. notwendige Schulungen werden terminlich abgestimmt, sodass es zu keinen Beeinträchtigungen kommt.

    Wichtig zu verstehen ist, dass nicht zu jedem Handgriff in der Praxis eine eigene Arbeitsanweisung zu erstellen ist. Es soll zu jedem wichtigen Arbeitsvorgang eine Arbeitsanweisung vorhanden sein. Diese müssen nicht jeden Handgriff erklären, sondern die wichtigen Arbeitsschritte inklusive der Verantwortlichkeiten darlegen.

    Der Fokus liegt momentan auf dem Hygienemanagement und dem Bestandsbuch der aktiven Medizinprodukte.

    Für das Hygienemanagement ist die Risikoklassifizierung der eingesetzten Medizinprodukte zur Aufbereitung grundlegend. Auf dieser baut das Hygienekonzept für die Aufbereitung auf, das durch das Hygienekonzept für die Praxis ergänzt wird.

    Das Bestandsbuch der aktiven Medizinprodukte muss laut §13 MPBetreibV alle aktiven nicht-implantierbaren Medizinprodukte, die in der Praxis vorhanden sind, enthalten.

    Zusätzlich muss für alle in Anlage 1 und 2 zur MPBetreibV ein Medizinproduktebuch vorhanden sein.

    Franziska Rudolph

    Franziska Rudolph

    Es gibt 3 Größen, die Sie vereinfacht im Auge haben sollten:
    • Gesamtumsatz
    • Kosten fix plus variabel (pro Monat/ Quartal)
    • Gewinn
    Kennen Sie diese drei Größen und ihre Entwicklung über die letzten Monate, Quartale und Jahre bekommen Sie ein erstes Gefühl für die Entwicklung ihrer Praxis.
     
    Jährliche Auswertungen sind essentiell für ihre unternehmerischen Entscheidungen. 
    Setzen Sie sich Ziele für das nächste Jahr und reflektieren Sie diese.
     
    Kennen Sie diese Auswertung so können Sie nun auch einen Mindeststundensatz ermitteln. Machen Sie sich bewusst:
     
    • Welcher Stundensatz deckt die Praxiskosten?
    • Welcher Stundensatz erzielt meinen Unternehmerlohn (Ihre Zielsetzung)?
    Sie sind nun selbstständig. Viele Kollegen befassen sich zeitintensiv mit den neuen fachlichen und strukturellen Herausforderungen ihrer ärztlichen Tätigkeit. Das ist ein wichtiger Aspekt, jedoch nur einer. Befassen Sie sich auch bewusst mit den Businessaspekten Ihrer Gründung:
     

    Buchhaltung & Steuer:

    Auch wenn Freiberufler nur einmal jährlich einen Jahresabschluss machen müssten, empfiehlt es sich jeden Monat Ihre Buchhaltung zu pflegen – einmal für Ihre Übersicht, ein Gefühl für die wirtschaftliche Aufstellung Ihrer Praxis und um keine riesige Nacharbeit im Folgejahr zu leisten.
    Einmal verstanden und ein Workflow entwickelt, sind Tätigkeiten auch gut zu delegieren.
     
    Führung:
    Sie sind nun Arbeitgeber. Neben rechtlichen Aspekten, die man hier peaux a peaux dazu lernt, geht es hier vor allem darum wirklich zur Führungskraft zu wachsen.
    Delegieren, Begleiten, Talente fördern, Grenzen setzen und halten sind nur einige Aspekte, die auf Sie zukommen.
     
    Viele Kollegen treten in ein selbsterbautes (nächstes) Hamsterrad ein. Um dem zu entgehen, dürfen Sie sich zur Unternehmerin entwickeln:
     
    Schaffen Sie sich Freiräume – finanziell & zeitlich. Nur wer am Unternehmen arbeitet, das heißt regelmäßig bewusst hinschaut:
     
    Wie fühle ich mich? Wie steht die Praxis wirtschaftlich da? Wie generiere ich passive Einkommenströme? Was läuft rund und wo holpert es? …
     
    Kann die Praxis für sich entwickeln, anstatt im neuen Hamsterrad allen möglichen Aufgaben hinterher zu rennen.
    Die wichtigste Frage hier:
     
    Wie gut kennen Sie sich selbst?
     
    Lieben Sie Ordnung und können diese herstellen? Können Sie priorisieren oder verlieren sich gerne im Detail? Fällt es Ihnen leicht Aufgaben zu Ende zu bringen oder fallen Ihnen immer neue spannende Projekte ein, die Sie begeistern?
     
    Gleich gefolgt von der nächsten Frage:
     
    Delegieren Sie Aufgaben wirklich ins Team?
     
    Egal, wie Ihre Antworten aussehen. Für IHR Zeitmanagement dürfen Sie sich zunächst einmal reflektieren. Was mir häufig begegnet sind Checklisten, die liegen bleiben. Übervolle ToDo Listen und Resignation & Selbstvorwürfe.
     
    Nicht jedem helfen diese Tools! Mancher braucht den Fokus auf Priorisierung & Erfolgschecklisten, die anderen einfach eine Übersicht zum Abarbeiten. 
     
    Was fällt Ihnen schwer? Dann arbeiten Sie genau daran.
     
    Tolle Tools fürs Zeitmanagement, die Sie unbedingt kennenlernen sollten:
     
    • Eat the Frog in the Morning – ungeliebtes zuerst erledigen
    • Eisenhower Methode – Priorisieren
    • Tomato Methode – effektiveres Abarbeiten an Bürotagen
     
    Um ein individuelles Zeitmanagement zu entwickeln, lohnt es sich gezielt die Aspekte anzuschauen, die Sie immer wieder aufschieben oder vermeiden. Hilft hier wirklich Zeitmanagement oder eher die Frage: Warum fällt Ihnen diese Aufgabe so schwer?

    Dr. Madeleine Stuber

    Ich lebe eine menschliche, wertebasierte Medizin. Fürsorge, Verantwortung und Bewusstsein beginnen bei Selbstfürsorge, Selbstverantwortung und Selbstbewusstsein. Achtsam, wertschätzend und begleitend lebe ich meine Arbeit als Berufung. Freiheit, Ehrlichkeit, Vertrauen, Mut und Intuition sind leitende Grundwerte. Die Integration meiner Menschlichkeit und Persönlichkeit ist wesentlicher Bestandteil meiner Kompetenz als Ärztin und Coach.

    Ins Ungewisse zu springen, Vereinbarkeit mit allen Höhen und Tiefen zu leben, sind meine Stärken. Hier insbesondere Frauen in der Medizin zu begleiten, ist mein Herzensthema.

    Du lernst dich auf eine neue Art kennen. Du lernst, deiner inneren Stimme zuzuhören und ihr zu folgen. Durch diese Klarheit, das Kennen deiner Werte und den mutigen Schritt ins Ungewisse, findest du den Fokus, den nur du dir geben kannst. Mit Freude und Leichtigkeit begleite ich dich dabei.

    Hanka Schiebold

    Orientierung ist hier ein wichtiger Punkt. Ähnlich wie bei einem Navi im Auto bietet den Mitarbeiter*innen erstmal eine klare Vision (Wohin will sich die Praxis entwickeln?) ein attraktives Reiseziel. Daraus entwickelte gemeinsame Ziele (Wie genau komme ich dorthin, nehme ich die Bahn oder das Auto?) sorgen für Klarheit und Motivation. Und wenn die Werte der Praxisinhaberin mit denen der Mitarbeiter*innen übereinstimmen und auch noch gelebt werden (Walk the talk!), habe ich als Chefin dafür schon eine ganze Menge getan.

    Ganz klar – die Zufriedenheit aller Beteiligten. Das steht auch fast so in der Richtlinie.
    Wörtlich genommen, das Managen von Qualität. Und die mögen wir ja alle – Chefinnen, Mitarbeiter*innen,
    Patient*innen!
    Aber nicht nur die Qualität meiner Leistungen entwickelt sich gezielt und strukturiert, es wird Verhaltenssicherheit gegeben und so Konflikten vorgebeugt. Mein Fokus liegt in der Alltagstauglichkeit des QM-Systems, damit auch alle den Sinn erkennen können. Hauptkriterium für eine „Lebendigkeit“ sind Knappheit, Klarheit und Übersichtlichkeit der Dokumente, ähnlich wie bei einem Rezept. Und mit dem Einbeziehen der neuen Medien (Erklärvideos etc.) kann ich neben der ganzen Bürokratie auch für Spaß sorgen.

    Entscheidend ist nicht, wie ich es gemeint habe, sondern wie es angekommen ist. Und die Bewertung, ob es eine „Lappalie“ war oder nicht, trifft immer mein Gegenüber. Hilfreich ist es, sich bewusst zu machen, dass es allgemeine „Spielregeln“ (Zugehörigkeit, Anerkennung etc.) im Zusammenleben gibt. Werden diese eingehalten, dann läuft es.

    „Empfindlichkeiten“ können Anzeichen für „Spielregelverletzungen“ sein und geben mir die Möglichkeit selbst erst einmal zu reflektieren und gegebenenfalls beim Gegenüber nachzufragen und für Klärung der Verstimmung zu sorgen.

    Sabine Banse-Funke

    Sabine Banse-Funke

    Zum Beispiel können abgesetzt werden: Abschreibung, Sonderabschreibung, Investitionsabzugsbetrag, Raumkosten, Grundstückskosten, Roh-, Betriebsstoffe, Praxis- und Betriebsbedarf, Personalkosten, Versicherungen, Gebühren, Beiträge, Arbeitskleidung, Reinigungskosten, Wartung, Reparaturen, Instandhaltung, Leasing, der betriebliche Anteil der laufenden Telefon-, Handy- und Internetkosten, Kfz-Kosten, Rechtsanwalt, Steuerberater, Porto, Büromaterial, Dekoration, laufende EDV- und Software Kosten, Reise-, Übernachtungs- und Fortbildungskosten inklusive Verpflegungsmehraufwand, Fachliteratur, Arbeitsmittel, Werbung, betriebliche Zinsen, Kontoführungsgebühren, Bewirtungskosten, Kosten der doppelten Haushaltsführung, betrieblich verursachte Geschenke, für Homeoffice Tage die Homeoffice-Pauschale. Mehr Infos hier.

    Computer, Software und Zubehör können als digitale Wirtschaftsgüter sofort abgesetzt werden. Bei einem Spitzensteuersatz von 42 % beträgt die Steuerersparnis 2.100 €, ggfs. zuzüglich der Ersparnis für den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer.

    Das Gehalt kann optimiert werden, das mehr Netto vom Brutto beim Arbeitnehmer übrigbleibt (Nettolohnoptimierung). Häufig genutzt werden z.B. der Tankgutschein, die Inflationsausgleichsprämie, Zuschüsse für Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte, der Kindergartenzuschuss, der Zuschuss zum Internet, die Überlassung eines E-Bikes, eines Handyvertrages, Überlassung von Computer oder Handys, die Erholungsbeihilfe. Welche Voraussetzungen vorliegen müssen und welche Vorteile es für den Arbeitnehmer und den Arbeitgeber gibt, können Sie hier nachlesen