Warum Sport zum Lernen gehört

Lernen ist anstrengend und Sport auch. Jetzt soll ich auch noch beides tun? Das schaffe ich nicht. Wenn ich während der Examensphase Abends das Buch zu schlage, will ich einfach nur noch abschalten. Da fang ich doch nicht noch an mich sportlich zu betätigen. Diese Gedanken haben viele Medizinstudenten während des Lernens. Mir und vielen andern fällt beim stundenlangen Lernen leicht die Decke auf den Kopf. Der Kopf wird schwer, die Augen tun weh und man entwickelt vielleicht schlechte Laune. Viele von uns StudentInnen leiden an Rückenschmerzen, die besonders im Lumbalbereich auftreten. Das passiert durch das ständige Sitzen am Schreitisch. Ich persönlich habe mir gleich zwei Bandscheibenprotrusionen zugezogen, was für mich der ausschlaggebende Punkt war, mich körperlich mehr zu betätigen. Der Gedanke Sport für ca. 1 1/2 Stunden zu machen geistert während der Examensphase schon das ein oder andere Mal in meinem Kopf herum aber kann ich mir das leisten? Ich verliere doch wertvolle Lernzeit und nachher kriege ich dann noch ein schlechtes Gewissen. Diese Gedanken sind für den ein oder anderen schwer zu besiegen, doch warum ist Sport so wichtig in der Lernzeit? Wieso erzielt man bessere Ergebnisse beim Lernen? Und wieso steigert man seine Lern- und Gedächtniskapazität durch körperliche Anstrengung? Abgesehen von den physischen Vorteilen des Sports, die allen bekannt sein sollten, hat Bewegung auch einen unglaublich positiven Effekt auf unsere Psyche und mentale Gesundheit. Aber wie? Bekannter Weise steigert Sport die Durchblutung unseres Körpers und so auch die unseres Gehirns. Doch Sport ist nicht gleich Sport. Man sollte darauf achten mindestens eine Stunde am Tag Sport zu treiben. Bewegung erhöht also die Durchblutung und somit die Nährstoffversorgung der verschieden Hirnareale. Diese Stimulation bewirkt eine Vermehrung der Synapsen, was die Aufnahmefähigkeit des Gehirns erhöht. Somit erhöht sich auch die Reaktions -und Gedächtnisfähigkeit. Wichtig ist auch, dass man sich wirklich anstrengt. Nur so schüttet der Körper sämtliche Hormone aus wie Dopamin, welches die Vorstufe von Adrenalin und Noradrenalin ist, oder auch Serotonin, was unsere Psyche stabilisiert und dafür sorgt, dass wir Ruhe und Zufriedenheit empfinden. Es lindert zusätzlich unser Schmerzempfinden. Bewegung und Anstrengung initiiert also ein regelrechtes Feuerwerk an Hormonen und Neurotransmittern. Wenn wir noch einen Bonus drauf setzen wollen, dann können wir uns auch während des Lernens bewegen. Allein das Herumlaufen im Raum während des Wiederholens von Lernstoff erhöht die Durchblutung und somit auch die Gedächtnisfähigkeit. Also, ich kann es euch nur ans Herz legen. Mindestens eine Stunde am Tag für Bewegung zu opfern ist es absolut wert. Es ist keine verschwendete Lernzeit oder ähnliches. Es wird euch helfen motiviert und vor allem fokussiert zu bleiben.

Eure JOJO – von jojosweltdermedizin

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